Erfahrungsberichte Freiwilligendienste

Mit einem FSJ oder Bundesfreiwilligendienst verbinden junge Menschen häufig bestimmte Erwartungen und Wünsche. Beim Kreisdiakonieverband bieten sich unterschiedliche Bereiche der Mitarbeit: in den Diakonie- und Tafelläden, bei den Familienentlastenden Diensten und in den Sozialpsychatrischen Tageseinrichtungen. Wie der Freiwilligendienst in den verschiedenen Einrichtungen des KDV im Einzelnen aussieht, beschreiben einige Freiwillige in ihren Erfahrungsberichten. Aus ihnen wird deutlich, was sie motiviert hat, welche Aufgaben sie zu erfüllen hatten, was sie gelernt haben und ob sich ihre Erwartungen an das FSJ bzw. den Bufdi erfüllt haben.  

Der Kontakt zu Menschen kommt nie zu kurz!

Henric Renz ist Bufdi im Diakonieladen Esslingen bis Sommer 2016.

Henric Renz ist Bufdi im Diakonieladen Esslingen bis Sommer 2016.

Warum ich den Bundesfreiwilligendienst leiste
Nach meinem Schulabschluss kannte ich bis dato nichts anderes als das Schulleben. Ich hatte weder Erfahrungen in einem geregelten Arbeitsalltag noch mich groß sozial engagiert.
Da ich ebenso noch nicht wusste welchen Studiengang ich einschlagen sollte, entschied ich mich für einen Bundesfreiwilligendienst bei der Diakonie. So stieß ich auch auf meine Arbeitsstelle, den Diakonieladen Esslingen, wo ich seit März arbeiten darf.

Die Arbeit im Diakonieladen
Besonders interessant am Diakonieladen sind die große Aufgabenvielfalt und  die Verantwortung, welche  man als Bundesfreiwilliger übertragen bekommt.
Von der Arbeit in der Möbelabteilung,  wozu Transporte, Montagearbeiten und die Verwaltung der Möbelspenden gehören, über die Arbeit in der Klamottenabteilung oder dem  Jobcafé, wo man Leuten bei der Jobsuche und bei Bewerbungen helfen kann.
Da die Aufgaben so breit gefächert sind, ist bei einem Dienst im Diakonieladen für jeden was dabei, zumal die Freiwilligen bei der Ausgestaltung des Einsatzprofils mit Ihren Interessen einbezogen werden.
Der direkte  Kontakt zu den Menschen kommt im Ladenalltag  nie zu kurz. Ob nun zu Kunden oder zu Kollegen. Jeder der in unserem Laden arbeitet oder einkauft hat einen eigenen Hintergrund. Besonders nett ist, dass viele Kunden nicht nur zum Einkaufen sondern auch zum Plaudern vorbei kommen.

Fazit
Mein Dienst im Diakonieladen Esslingen war auf jeden Fall eine gute Wahl und ich kann es nur jedem, der es sich überlegt hier zu arbeiten wärmstens Empfehlen. Im Vergleich zu anderen Stellen hat man hier ein tolles Arbeitsklima, interessante Arbeit, die jeden Tag neue Herausforderungen und Überraschungen bringen kann und Kontakt zu Menschen jeder Herkunft, Einkommensklasse und mit allen Geschichten die es gibt.

Henric Renz

Mein Jahr beim FED war eine tolle, neue Erfahrung, die ich nicht missen möchte

Warum ein Bundesfreiwilligendienst (BFD)?
Nach der Schule hatte ich erstmal keine Lust mehr auf’s Lernen oder gleich mit dem Studium anzufangen. Ich wollte erst einmal ein Jahr lang etwas Anderes machen, ein Jahr für mich selbst. Da ich gerne mit Menschen zusammen bin, wollte ich mein BFD im sozialen Bereich machen.  Den Familienentlastenden Dienst (FED) kannte ich schon aus einem Praktikum und als ich dann eine Anzeige im Amtsblatt gesehen habe, wusste ich gleich, da möchte ich hin, beim Familienentlastenden Dienst möchte ich mein BFD mit behinderten Menschen machen.

Meine Arbeitsstelle:
Der Familienentlastende Dienst bietet ein sehr vielseitiges BFD an: Ich war abends bei Clubs für Erwachsene dabei; dort gab es verschiedene Ausflüge, wie Wilhelma, Sensapolis oder wir haben gekocht). Jeden Donnerstag unterstützte ich die Schwimmgruppe und jeden Montag die Sport- und Psychomotorikgruppe. An manchen Samstagen war ich im Sams, der Samstagbetreuung für behinderte Kinder, dabei. Dort waren wir auch sehr aktiv und haben viel unternommen. Zweimal im Monat gab es Freitag spätnachmittags eine Gruppe für Kinder, in der ich auch die eine oder andere Schnitzeljagd plante. An manchen Nachmittagen hatte ich Einzelbetreuungen bei einem Mädchen oder bei einem Jungen, mit dem ich unter anderem auch auf den Spielplatz gegangen bin. Was ich an meiner Einsatzstelle so toll fand; ich durfte auf alle Freizeiten, die der FED anbietet, mitkommen. So hatte ich dort die Möglichkeit, die einzelnen Personen der verschiedenen Betreuungsgruppen wiederzusehen und meine Beziehung zu ihnen vertiefen. Wenn ich nicht in einer Grupppe, etc. tätig war, dann habe ich im Büro ein bisschen mitgeholfen. Letztendlich kann ich nur sagen, dass der FED sehr abwechslungsreich und vielseitig ist, wo es immer etwas Neues zu entdecken gibt.

Mein Fazit:
Für mich war dieses Jahr eine tolle neue Erfahrung. Ich habe viele Einblicke bekommen, interessante Menschen kennengelernt und neue Perspektiven gewonnen. Mein Jahr hat mir rund um Spaß gemacht (was auch an den Menschen lag, mit denen ich zusammengearbeitet habe und an den Seminaren, in denen man auch neue Sachen ausprobiert hat). Ich kann jedem ein BFD empfehlen, da man damit die Möglichkeit hat mehr über sich herauszufinden, sich einzubringen und gleichzeitig etwas Gutes tun kann.

Sarah-Lea Käfer

Das FSJ war vielseitiger, als ich erwartet hätte!

Mit dem FSJ im Diakonieladen Esslingen wollte ich die Zeit bis zum Beginn meines Studiums sinnvoll überbrücken. Meine Hauptaufgabe war es die Gebraucht-Möbelabteilung zu organisieren, das hieß täglich ganz viele Kontakte zu Sachspender/innen und Kund/innen aus allen Kulturen! Mein Schulenglisch kam dabei regelmäßig zum Einsatz. Aber auch Fahrdienste gehörten dazu.

Gut fand ich, dass es mir möglich war, neben der Arbeit im Diakonieladen auch weitere Bereiche kennenzulernen. So half ich einmal die Woche im Jobcafé Arbeitssuchenden beim Anfertigen von Bewerbungsunterlagen. Auch in der Sozial- und Lebensberatung der Diakonischen Bezirksstelle machte ich ein Praktikum.

Das Beste an meinem FSJ war das Kennenlernen von ganz vielen unterschiedlichen und tollen Menschen. Sei es im Diakonieladen, auf den Seminaren oder in der diakonischen Bezirksstelle. Außerdem hat mir die Vielfalt der Aufgaben in Diakonieladen und Jobcafé sehr gut gefallen. Man lernt einfach viel über sich und das soziale Arbeitsfeld kennen. Last but not least hat mir das FSJ auch bei meiner Studienplatzwahl geholfen. Danach war ich mir sicher, dass für mich der Sozialwirtschaft in Frage kommt!

Male Knapp