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Soziotherapie

Zeigen sich Symptome einer chronischen psychischen Erkrankung, wie zum Beispiel einer Psychose, sind Familie und Freunde häufig verunsichert oder gar überfordert. Denn dem Verlust sozialer Bezüge aufgrund von Kontaktstörungen oder der Unfähigkeit, den Lebensalltag eigenständig zu bewältigen, steht man gerade als Angehöriger hilflos gegenüber. Auch jeder noch so gut gemeinte Unterstützungsversuch kann bei einer vorliegenden psychischen Erkrankung nicht dauerhaft helfen.

Ein Arzt wird - wenn eine nervenärztlich / psychiatrisch verordnete Unterstützung notwendig ist - zunächst eine stationäre Behandlung im Krankenhaus anraten. Damit werden zwar die medizinischen Probleme kuriert, aber die Probleme, die sich für den Kranken im Alltag offenbaren, bleiben dabei eher unberücksichtigt.

Wird die Klinik verlassen, kommen die alltäglichen Probleme zurück. Die Krankheit verschlimmert sich wieder. Und erneut muss der Patient ins Krankenhaus eingewiesen werden. Dies wird auch als "Drehtür-Effekt" bezeichnet.

Um diesen Drehtür-Effekt zu vermeiden, wird für chronisch schwer psychisch kranke Patienten die Soziotherapie angeboten. Dadurch sollen Betroffene wieder lernen, ihren Alltag selbstständig zu meistern und Selbstverantwortung zu übernehmen. Sie sollen in die Lage versetzt werden, medizinische Behandlungen selbstständig zu nutzen und auch zu akzeptieren. Dazu gehört natürlich auch, Arzttermine wahrzunehmen oder soziale Angebote zu nutzen. Kurz ausgedrückt: Soziotherapie stellt eine lebenspraktische Anleitung zur Eingliederung in die Gesellschaft dar.

Quelle: Website der TKK

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Es ströme das Recht wie Wasser und die Gerechtigkeit wie ein nie versiegender Bach.

Amos 5,24