Bundesweiter Aktionstag Migrationsberatung

Im Rahmen des bundesweiten Aktionstages der Migrationsberatung für erwachsene Zuwanderer (MBE) am 23.09.2020 möchten wir Ihnen die Arbeit der Beratung und unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vorstellen.

Das Beratungsangebot der MBE ist neben den Integrationskursen seit nun 15 Jahren Bestandteil des Integrationsangebotes des Bundes und bietet deutschlandweit anerkannte Anlauf- und Beratungsstellen für Menschen mit Migrationshintergrund.  

Die MBE wendet sich an erwachsene Zuwanderer ab 27 Jahren mit einem auf Dauer angelegten Aufenthalt. Es ist ein zeitlich befristetes, bedarfsorientiertes und individuelles Grundberatungsangebot. 

In der aktuellen Pandemie hat die MBE einmal mehr gezeigt, welche Bedeutung sie vor Ort bei der Beratung und Begleitung vom Migrant*innen einnimmt. Der Kreisdiakonieverband im Landkreis Esslingen hat nach Möglichkeiten gesucht, das Beratungsangebot aufrecht zu erhalten. Der Lockdown hat nicht zu einer kompletten Schließung der Beratungsstellen im Landkreis Esslingen geführt, die Beratung war zwar organisatorisch stark erschwert, aber wir waren stets für unsere Ratsuchenden per Telefon und per Email erreichbar.

Für die Migrationsberatung bilden die Themen

  • Sprache, Sprachförderbedarf und Integrationskurse
  • Bildung, Ausbildung und Arbeit sowie
  • Aufenthaltsrechtliche Fragen
  • Stabilisierung des Integrationsprozesses

die wichtigsten Beratungsschwerpunkte. 

Die MBE soll laut Förderrichtlinie den Integrationsprozess begleiten, die Menschen zu selbstständigem Handeln in allen Angelegenheiten des täglichen Lebens befähigen und damit dazu beitragen, die „Abhängigkeit der Zuwanderer von sozialen Transferleistungen auf  ein  notwendiges Maß zu beschränken.“  Dass die Migrationsberatung dies auch in Bezug auf die kommunalen Haushalte tut, belegen die Berichtszahlen: 2019 ist bei abgeschlossenen Fällen der Anteil der Ratsuchenden, die zu Beginn der Beratung ALG II Leistungen bezogen hatten, bundesweit von 61% auf 39% zum Beratungsende zurückgegangen.   

Die Corona-Krise und ihre sozioökonomischen Folgen stellen für prekär Beschäftigte aus EU-Ländern und Personen mit unsicherem Aufenthaltsstatus ein zusätzliches Risiko dar, so dass Verzögerungen und Rückschläge bei ihrer sozialen Teilhabe die Folge sind. Selbst bei verminderter Neuzuwanderung ist daher eine anhaltende Beratungsanfrage zu erwarten. 

Zur Migrationsberatung im Kreisdiakonieverband Esslingen gehören Marina Streck und Sophia Scheyhing mit Büro in Bernhausen, zuständig für Leinfelden-Echterdingen und Filderstadt. Im Diakonischen Beratungszentrum in Esslingen arbeiten Anestis Moutafidis und Eva Verić.

Sie möchten noch mehr wissen? 

Lesen Sie dazu ein aktuelles Fallbeispiel aus der Migrationsberatung.