Der Diakonie immer eng verbunden

Der Esslinger Dekan Bernd Weißenborn übernimmt erneut den Vorsitz des Kreisdiakonieverbands im Landkreis Esslingen

Es ist kein Neuland für den Esslinger Dekan Bernd Weißenborn: Nachdem sein Nürtinger Kollege, Dekan Michael Waldmann, in den Ruhestand getreten ist, übernahm Weißenborn jetzt von diesem den Vorsitz im Kreisdiakonieverband im Landkreis Esslingen (KDV) und der Diakonie im Landkreis, dem Zusammenschluss diakonischer Träger. Dieses Amt hatte der Esslinger Dekan bereits von 2010 bis 2016 inne. Die Diakonie habe ihn sein ganzes Berufsleben begleitet, sagt der evangelische Theologe und betont „Diakonie heißt dienen.“

Den KDV mit seinen vielfältigen Arbeitsbereichen sieht er gut aufgestellt, aber auch vor großen Herausforderungen nicht nur wegen der Corona-Pandemie. „Corona verschärft soziale Not und öffnet uns neu die Augen für Not. Wir bleiben gefordert in unseren Hilfesystemen, mit unserer Lobbyarbeit für die Schwachen, Ausgegrenzten, Abgehängten“, betont Weißenborn. Weil die Kirchensteuereinnahmen zurückgehen, würden zudem auf die Kreisdiakonie finanzielle Fragestellungen zukommen. Auch gesellschaftliche Veränderungen werden an der Diakonie nicht spurlos vorübergehen. „Kirche und Gemeindestrukturen werden sich weiter verändern. Die Diakonie dabei mitzunehmen, das Zusammenwirken, das Beieinanderbleiben von Ortsgemeinde und Diakonie hochzuhalten, einzufordern und zu fördern, dafür möchte ich mich einsetzen“, betont Weißenborn.

In den etwa 30 Beratungsstellen, Diensten sowie Diakonie- und Tafelläden des KDV kümmern sich rund 120 hauptamtliche Mitarbeitende um hilfesuchende Menschen. Sie begleiten Kinder, Jugendliche und Familien, Menschen mit Behinderungen, Arbeitslose, psychisch Erkrankte, Überschuldete und andere Arme, Suchtkranke, Migranten und Flüchtlinge sowie Frauen in Not. Der KDV wird von den evangelischen Kirchenbezirken Esslingen, Bernhausen, Kirchheim/Teck und Nürtingen getragen.