Unerhört - diese Bürger*innen

Im Rahmenprogramm der Nürtinger Vesperkirche kamen am 21. Februar 2019 im Roßdorfer Stephanushaus Nürtinger Bürger mit Kommunalpolitikern ins Gespräch.

Das vom Kreisdiakonieverband im Landkreis Esslingen organisierte Dialog-Format beteiligte sich damit an der bundesweiten UNERHÖRT!-Kampagne der Diakonie Deutschland, die dem Zuhören in der Gesellschaft wieder einen größeren Stellenwert verschaffen möchte.  

Aus dem Nürtinger Gemeinderat waren Hermann Falter (Liberale-Aktive-Bürger), Thaddäus Kunzmann (CDU), Regine Glück (Nürtinger Liste / Grüne), Bärbel Kehl-Maurer (SPD) und Raimund Braun (NT14) bei dem Gespräch dabei. Sie nahmen am runden Begegnungstisch des Kreisdiakonieverbands Platz, der in der Mitte des Kirchenraumes aufgestellt war.

Zusammengehalten und moderiert vom Geschäftsführer des Kreisdiakonieverbands Eberhard Haußmann entwickelte sich im Laufe der zweistündigen Veranstaltung ein reger Austausch zwischen den ca. 60 engagierten Bürgern und den 5 Kommunalpolitikern. Kontrovers diskutiert wurden die Themen Wohnen, Kinderbetreuung und Belebung der Innenstadt. Wobei das Thema Wohnen den Schwerpunkt des Abends bildete. 

In den Gesprächspausen gab der ökumenische Stephanus-Chor stimmungsvolle Kostproben aus seinem Repertoire zum Besten. Es waren gute Momente, um das Gesagte Revue passieren zu lassen und sich innerlich auf ein neues Thema einzustellen.    

Die 5 Gemeinderäte bedankten sich am Ende für den konstruktiven Austausches und versicherten, sie hätte viele Punkte aus der Bürgerschafft aufgenommen, die in ihre politische Arbeit einfließen werden. Das Fazit des Abends formulierte die SPD-Gemeinderätin Bärbel Kehl-Maurer: „Es brauch mehr Veranstaltungen dieser Art.“ 

"Unerhört" - Kampagne der Diakonie Deutschland

Die Diakonie Deutschland wirbt mit dieser Kampagne für eine offene Gesellschaft: Viele Menschen haben heute das Gefühl, nicht gehört zu werden. Sie fühlen sich an den Rand gedrängt in einer immer unübersichtlicheren Welt, in der das Tempo steigt und Gerechtigkeit auf der Strecke zu bleiben droht. Doch jede Lebensgeschichte hat ein Recht darauf, gehört zu werden.


Die Kampagne, die von 2018 bis 2020 läuft, will wachrütteln und zugleich aufzeigen, dass die Diakonie zuhört, Lösungen bereithält und eintritt für eine offene und vielfältige Gesellschaft. Die Diakonie will diese Diskussion anstoßen und führen als Plattform für einen Diskurs rund um soziale Teilhabe.