Schüler*innen lernen online - Laptops für den Unterricht zuhause

Wegen der Coronapandemie sind die Schulen seit Wochen geschlossen. Weiterhin ist nicht abzusehen, wann "normaler" Unterricht wieder möglich ist. Viele Familien haben keinen Laptop und kein Tablet zu Hause.
Die Diakonische Bezirksstelle Kirchheim und der Aktionskreis Starkes Kirchheim haben deshalb das Projekt "Schüler lernen online" gegründet.

© Bild von Markus Trier auf pixabay

Schülerin beim Untericht zu Hause am Laptop

"Laptops für den Unterricht zuhause" richtet sich an Schüler*innen, die weiterführende Schulen in Kirchheim unter Teck, Lenningen und Weilheim besuchen. Pro Familie kann, gegen einen Eigenanteil von 30 Euro, ein Gerät zur Verfügung gestellt werden. Die finanzielle Bedürftigkeit kann mit der Kopie des Leistungsbescheids, bzw. des Stadtpasses erfolgen.

Antrag mit Datenschutzerklärung

1.    Sie schicken uns den Antrag plus Kopie Leistungsbescheid (o. Stadtpass)
sowie bei Schüler*innen die 15 Jahre oder älter sind: die Schulbescheinigung

2.    Wir melden uns bei Ihnen und teilen Ihnen mit, ob Ihr Antrag bewilligt wurde.

3.    Wird der Antrag bewilligt, vereinbaren wir mit Ihnen einen Abholtermin für den Laptop in der Diakonischen Bezirksstelle Kirchheim u. Teck, Alleenstraße 74 in Kirchheim u. Teck. Bei der Abholung zahlen Sie den Eigenanteil von 30 Euro. Dieser kann auch in Raten bezahlt werden.

4.    Sie holen den Laptop für Ihr Kind und eine Anleitung dafür ab.

5.    Sollten technische Problem auftreten, so wenden Sie sich an den Lehrer / die Lehrerin, die an der Schule Ihres Kindes für IT zuständig ist.

Beachten Sie bitte:

Auf den Laptops ist eine Garantie von einem Jahr.
Sollte das Gerät defekt innerhalb des ersten Jahres kaputtgehen,
so melden Sie sich bitte bei er Diakonischen Bezirksstelle.

Ehrenamtliche f. technischen Support gesucht

Wir suchen derzeit noch zwei Ehrenamtliche, die sich vorstellen könnten per Fernwartung den Schüler*innen technischen Support zu geben, wenn diese in Situation kommen, in den sie selbst nicht weiter wissen.

Bitte melden Sie sich bei uns oder Frau Euchner vom Bürgerschaftlichen Engagement der Stadt Kirchheim (Tel. 07021 502 358), danke.

Die Projektpartner

Starkes Kirchheim – Allen Kindern eine Chance ist eine Solidaritätskampagne von Kirchheimer Bürgerinnen und Bürgern, Kirchheimer Unternehmen und der Stadt Kirchheim unter Teck!

Die Abteilungen Soziales und Bildung der Stadt Kirchheim unterstützen "Schüler*innen lernen online." Bei der Abteilung Soziales kann der Stadtpass der Stadt Kirchheim beantragt werden. Der Kirchheimer Stadtpass ermöglicht Menschen mit geringem Einkommen zahlreiche Angebote des kulturellen und sozialen Lebens vergünstigt oder kostenlos in Anspruch zu nehmen.

Laptops für's Homeschooling auch in Esslingen

Bevor das Projekt "Laptops für den Unterricht zuhause" in Kirchheim auf den Weg gebracht wurde war die Bürgerstiftung in Esslingen aktiv: Auch dort können Schülerinnen und Schüler aus Familien mit geringem Einkommen können in der aktuellen Corona-Krise einen Antrag auf einen Laptop stellen.

Zum Projekt "Laptops für's Homeschooling" der Bürgerstiftung Esslingen

Muss das Jobcenter die Kosten für die Anschaffung eines Laptops übernehmen?

Dazu möchten wir aus dem Newsletter vom 24.05.2020 von SGB II Experte Harald Thomé zitieren:

"Trotz der günstigen Urteile von Sozialgerichten, die Schulcomputer als unabweisbaren Mehrbedarf anerkennen, weigern sich viele Jobcenter gegenwärtig, die notwendigen Geräte zu bezahlen. Sie lehnen die Anträge der Eltern ab oder sie nehmen die Anträge nicht entgegen und behaupten, nicht zuständig zu sein. Das ist falsch. Sozialämter bzw. Jobcenter müssen Anträge ihrer Klienten annehmen und bearbeiten.

Wir haben auch gehört, dass manche Jobcenter ihren Klienten massiv abraten, Widerspruch gegen die Ablehnung einzureichen. Auch sollen Jobcenter-Mitarbeiter*innen die Eltern nach der schriftlichen Ablehnung angerufen und ihnen gedroht haben. Das ist nicht rechtens. Rechtsmittel einzulegen ist absolut legitim.

Manche Jobcenter begründen die Ablehnungen damit, dass die Computer vom Hartz IV-Regelsatz für Kinder angeschafft werden können – also von den 33 bis 55 Cent im Monat, die Kindern für Bildung zur Verfügung stehen. Andere Jobcenter erklären, dass Laptops etc. aus den Mitteln für Bildung und Teilhabe (BuT) in Höhe von 150 Euro im Jahr bezahlt werden müssen. Doch dieses Geld wird bereits für Ge- und Verbrauchsmittel wie Schreib-, Rechen- und Zeichenmaterialien, Taschenrechner, Schultasche und Sportzeug benötigt.

Alle Beratungsstellen der Unabhängigen Hartz IV Beratung im Landkreis Esslingen, dazu gehören auch die vier Diakonischen Bezirksstellen im Kreisdiakonieverband, unterstützen betroffene Familien bei Anträgen auf Kostenübernahme von digitalen Endgeräten für den Unterricht zu Hause.

Bitte komme Sie auf uns zu, wenn Sie ALG II beziehen und einen Antrag an das Jobcenter richten möchten.