Aktuelles Fallbeispiel aus der Migrationsberatung

Frau M. ist 38 Jahr alt, sie ist in Eritrea geboren und lebt seit 2002 in Deutschland.

In Eritrea besuchte sie die Hauptschule und arbeitete danach in der Landwirtschaft. 

Sie ist alleinerziehende Mutter von zwei Kindern im Alter von 13 und 9 Jahren. Ihre Tochter geht aufs Gymnasium und ihr Sohn besucht eine Förderschule.

Die Trennung von ihrem Mann führte bei Frau M. zu einer schweren Lebenskrise. Sie hatte in Deutschland keine Berufserfahrung und musste nun nach einer geeigneten Arbeitsstelle suchen, was ihr aufgrund mangelnder Deutschkenntnisse nicht leicht fiel.

Als sie sich an die Migrationsberatung der Diakonischen Bezirksstelle wandte, war sie im ALG II Leistungsbezug. Sie konnte sich nicht eigenständig um ihre finanziellen Angelegenheiten kümmern und lebte sehr zurückgezogen. 

Sie wurde von uns intensiv betreut und beraten.

Wir haben für sie einen Antrag auf Zulassung zu einem Integrationskurs beim BAMF gestellt und mit einem Sprachkursträger Kontakt aufgenommen.

Zudem haben wir Frau M. bei ihren finanziellen Angelegenheiten unterstützt und sie über günstige Einkaufsmöglichkeiten in der Stadt wie z.B. den Diakonieladen informiert.                    

Nach dem erfolgreichen Abschluss des Integrationskurses wurde Frau M. von uns bei ihren Bewerbungsaktivitäten unterstützt.

Inzwischen hat Frau M. eine Teilzeitstelle und einen Minijob gefunden.

Sie und ihre Kinder können von ihrem Einkommen, Kindergeld, Unterhaltsvorschuss und dem ergänzenden Kinderzuschlag leben. Sie ist nun in der Lage, ihre finanziellen Dinge selbständig zu regeln.

Frau M. wünscht sich nur noch eine größere und bezahlbare Wohnung zu finden.